Professor Dr. Stephan Urban erhält Ehrendoktorwürde für Hepatitis-D-Forschung

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Die Universität Basel hat Professor Dr. Stephan Urban für seine herausragenden Leistungen in der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg mit der Ehrendoktorwürde geehrt. Seine langjährige Forschungsarbeit hat zur Entwicklung des ersten Medikaments gegen chronische Hepatitis-D geführt, das als Meilenstein in der Hepatitis-Forschung gilt. Das Medikament, Hepcludex, blockiert den Eintritt der Hepatitisviren in die Leberzellen und verbessert dadurch die Leberfunktion der Patienten.

Universität Basel ehrt Prof. Dr. Stephan Urban für Hepatitis-D-Forschung

Die Medizinische Fakultät der Universität Basel hat Professor Dr. Stephan Urban von der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg für seine herausragende Leistung bei der Entwicklung des ersten Medikaments gegen chronische Hepatitis-D mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet. Diese Ehrung würdigt seinen Beitrag zur medizinischen Forschung und seine Bemühungen, eine wirksame Behandlung für Patienten mit Hepatitis-D zu finden.

Fortschritt in Hepatitis-Forschung: Medikament von Professor Urban erfolgreich

Durch die unermüdliche Arbeit von Professor Dr. Stephan Urban, einem angesehenen Virologen und DZIF-Professor für Translationale Virologie, wurde ein bahnbrechendes Medikament gegen Hepatitis D entwickelt. Dieses Medikament hat sich als einer der bedeutendsten Fortschritte in der Hepatitis-Forschung der letzten Jahrzehnte erwiesen und bietet Patienten weltweit neue Hoffnung auf eine verbesserte Lebensqualität und mögliche Heilung.

Wissenschaftler finden neuen Ansatz zur Blockierung von Hepatitis-Eintritt

In seiner Forschungsarbeit zur Hepatitis-B- und Hepatitis-D-Virusinfektion entdeckte Professor Urban ein Protein-Fragment in der Virushülle, das an einen bisher unbekannten Rezeptor auf der Leberzelle bindet. Gemeinsam mit seinem Team gelang es ihnen, dieses Protein-Fragment im Labor herzustellen und zu nutzen, um den viralen Rezeptor zu blockieren. Dadurch wurde verhindert, dass die Hepatitisviren in die Zelle eindringen können. Diese Erkenntnis ist ein bedeutender Fortschritt in der Bekämpfung der Hepatitis.

Hepcludex stoppt Vermehrung von Hepatitis-D-Viren und verbessert Leberfunktion

Basierend auf vielversprechenden Ergebnissen in Studien mit Tiermodellen, erhielt der Wirkstoff Bulevirtide im Juli 2020 die Zulassung als Medikament zur Behandlung der chronischen HDV-Infektion unter dem Namen Hepcludex in Europa. Die Hemmung der Vermehrung der Hepatitis-D-Viren durch das Medikament führt zu einer deutlichen Verbesserung der Leberfunktion. Aktuelle Studien werden zeigen, ob eine langfristige Behandlung erforderlich ist oder ob das Medikament möglicherweise eine Heilung herbeiführen kann.

Akademische Forschung und Biotech-Startup entwickeln Hepatitis-D-Medikament

Die Zusammenarbeit zwischen der akademischen Forschung und dem Biotech-Startup-Unternehmen Myr-GmbH hat zur erfolgreichen klinischen Entwicklung von Bulevirtide/Hepcludex geführt. Dieses Medikament wurde schließlich von Gilead übernommen und weltweit vermarktet. Diese Kooperation zeigt, wie die enge Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Partnern dazu beitragen kann, innovative Therapeutika auf den Markt zu bringen und die Behandlungsmöglichkeiten für Patienten zu verbessern.

Professor Dr. Stephan Urban hat mit der Entwicklung von Hepcludex ein Medikament geschaffen, das Hoffnung für Patienten weltweit bringt. Dieses Medikament wirkt effektiv gegen chronische Hepatitis-D, indem es die Vermehrung der Hepatitis-D-Viren hemmt und die Leberfunktion verbessert. Durch die enge Zusammenarbeit zwischen akademischer Forschung und der Industrie konnte dieser bedeutende Fortschritt erzielt werden, der neue Perspektiven für die Behandlung und Genesung von Hepatitis-D-Patienten bietet.

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