Verweisung in der BU-Versicherung

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Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat nun ein wegweisendes Urteil veröffentlicht. Versicherungsnehmer müssen nun beweisen, dass die bereits ausgeübte Tätigkeit nicht mit den Anforderungen der Versicherung an eine vergleichbare Tätigkeit übereinstimmt. Der Anbieter der Berufsunfähigkeitsversicherung ist demnach nicht zur Zahlung einer Berufsunfähigkeitsrente verpflichtet, wenn der Beweis fehlt.

Anlass für Streitigkeiten: Verweisungsrecht der Versicherung

Nach einem Bandscheibenvorfall, hatte ein Mann auf Zahlung einer Berufsunfähigkeitsrente geklagt. Es war nicht mehr möglich seine Arbeit als Tischlermeister weiterzuführen. Die Versicherung zahlte vorerst und behielt sich die Prüfung der abstrakten Verweisbarkeit vor. Der Kläger übernahm eine Tätigkeit als Fachverkäufer im gleichen Betrieb.

Die Versicherung sah bei der Überprüfung der Verweisbarkeit darin einen Anlass, von ihrem Verweisungsrecht Gebrauch zu machen und die Rentenzahlung zu verweigern. Das Gericht entschied, der Kläger habe zu beweisen, dass die neue Aufgabe nicht einer adäquaten Vergleichbarkeit entspreche. Der Beweis konnte nicht vorgelegt werden.


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Über Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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