Krankenversicherung weiterhin Flaggschiff der uniVersa
(Vorjahr: € 2.346,6 Mio.) beläuft sich das Umsatzvolumen der uniVersa Versicherungen im Berichtsjahr 2002 auf € 685,9 Mio. (Vorjahr: € 627,3 Mio.).
Entwicklung der uniVersa Krankenversicherung a.G.
Nach Einführung des Altersentlastungszuschlags für das Neugeschäft im Geschäftsjahr 2000 wurde dieser im abgelaufenen Geschäftsjahr für den Bestand um weitere 2 % erhöht. Zur Milderung der zusätzlichen Beitragsbelastung sind im dritten Jahr in Folge individuelle Überschuss-Sondergutschriften für Personen in der Familiensituation sowie für Personen über 50 Jahre vorgenommen worden.
Die gebuchten Bruttobeiträge beliefen sich im Geschäftsjahr auf € 309,0 Mio. (Vorjahr: € 281,4 Mio.) und wiesen ein Wachstum von 9,8 % (Vorjahr: 11,4 %) auf. Damit wurde auch in 2002 das durchschnittliche Marktwachstum von 6,4 % übertroffen.
Die Zahl der Tarifversicherten hat bei den Einzelversicherungen im Jahr 2002 um 24.235 (Vorjahr: 23.774) auf 747.984 zugenommen.
Die Zahl der Vollversicherten ist von 94.588 auf 100.910 gestiegen. Der Zuwachs von 6.322 vollversicherten Personen entsprach einer Steigerungsrate von 6,7 % und lag damit erneut deutlich über dem Branchenwert von voraussichtlich 2,9 %.
Mit insgesamt € 304,3 Mio. (Vorjahr: € 313,8 Mio.) sind die gesamten Leistungen für die Versicherungsnehmer, bestehend aus dem Aufwand für Versicherungsfälle und der Erhöhung der Leistungsverpflichtungen, um € 9,5 Mio. gesunken. Der Aufwand für Versicherungsfälle war mit einer Steigerungsrate von 10,0 % höher als im Vorjahr (6,8 %).
Der Verwaltungsaufwand lag leicht über dem Vorjahresniveau, die Abschlussaufwendungen stiegen um € 3,6 Mio. auf € 35,7 Mio. Der Aufwand für den Versicherungsbetrieb betrug dadurch bedingt € 46,9 Mio. (Vorjahr: € 43,4 Mio.).
Die Kapitalanlagen nahmen um € 122,7 Mio. (Vorjahr: € 139,7 Mio.) zu. Der Gesamtwert beträgt damit € 986,7 Mio. und ist gegenüber dem Vorjahr weiter gewachsen. Die Wachstumsrate von 14,2 % war wie in den vergangenen drei Geschäftsjahren zweistellig. Die Nettoverzinsung lag bei 4,0 % und ermöglichte auch im Geschäftsjahr 2002 eine Direktgutschrift zu Gunsten der langfristigen Beitragsstabilität der Versicherungsverträge.
Dem Unternehmenswachstum entsprechend wurde den Gewinnrücklagen ein gegenüber dem Vorjahr erhöhter Betrag in Höhe von € 3,3 Mio. zugeführt.
Entwicklung der uniVersa Lebensversicherung a.G.
Das verhaltene Neugeschäft und die im Berichtsjahr aufgrund der Bestandsstruktur nach wie vor hohen Leistungen - hauptsächlich Abläufe und Rückkäufe von Kapitallebensversicherungen - führten zu einem gegenüber dem Vorjahr leicht verminderten Versicherungssummenbestand von € 3.933,8 Mio. (Vorjahr: € 4.014,3 Mio.), ebenso war bei den gebuchten Beiträgen ein geringfügiger Rückgang auf € 109,5 Mio. (Vorjahr: € 112,1 Mio.) zu verzeichnen.
Zugunsten der Versicherungsnehmer wurden im Geschäftsjahr 2002 Leistungen in Höhe von € 138,3 Mio. erbracht, was einer Minderung von absolut € 27,2 Mio. entsprach. Im Verhältnis zu den gebuchten Bruttobeiträgen waren dies 126,3 % (Vorjahr: 147,7 %).
Die Abschlussaufwendungen verringerten sich um € 0,8 Mio. Bei etwas höheren Verwaltungsaufwendungen ergibt sich insgesamt eine Reduzierung der Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb um € 0,2 Mio. auf € 20,0 Mio.
Die Kapitalanlagen bewegten sich mit € 1.457,1 Mio. nur geringfügig über dem Vorjahresniveau von € 1.452,9 Mio. Das Ergebnis aus Kapitalanlagen ging gegenüber dem Vorjahr um 24,6 % zurück und spiegelte die Negativentwicklung auf den Finanzmärkten wider. Die Nettoverzinsung betrug 4,6 % nach 6,1 % im Vorjahr.
Das Geschäftsergebnis erlaubte eine Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung von € 5,4 Mio. (Vorjahr: € 26,4 Mio.).
Den Gewinnrücklagen wurde im Jahr 2002 ein Betrag von € 0,3 Mio. zugeführt. Bei rückläufigen Beiträgen, einer nach wie vor hohen Eigenkapital-Quote und praktisch unveränderter Bilanz-Summe erschien diese Zuführung angemessen.
Entwicklung der uniVersa Allgemeine Versicherung AG
Die uniVersa Allgemeine Versicherung AG betreibt das Geschäft der Schaden- und Unfallversicherung überwiegend für Privatkunden. Das Geschäftsergebnis im Jahr 2002 ist durch die negative Schadenentwicklung der Kraftfahrtversicherung sowohl im deutschen als auch im ausländischen Geschäft sowie der Gebäudeversicherung gekennzeichnet. Großschäden und eine gestiegene Schadenhäufigkeit belasten die genannten Sparten in starkem Maße. Die vorgenommenen Prämienerhöhungen konnten die Schadenmehraufwendungen nicht ausgleichen.
Die gesamten gebuchten Bruttobeiträge belaufen sich auf € 58,3 Mio. Gegenüber dem Vorjahreswert von € 52,9 Mio. sind die Bruttobeiträge um 10,2 % oder € 5,4 Mio. gestiegen.
Das in der Kraftfahrtversicherung realisierte Neugeschäftsvolumen und die Erhöhung der Tarifbeiträge führten hier zu einem Anstieg der Bruttobeiträge um 19,4 % auf € 34,5 Mio.
Nach Berücksichtigung des Aufwands für Rückversicherungsschutz verbleiben € 17,6 Mio. (Vorjahr: € 11,8 Mio.) an verdienten Beiträgen für eigene Rechnung.
Der Bestand an Kapitalanlagen hat sich um 4,6 % auf € 39,7 Mio. (Vorjahr: € 38,0 Mio.) erhöht.
Ausblick auf 2003
Mit den qualitativ hochwertigen Produkten und guten Dienstleistungen hat die uniVersa Krankenversicherung a.G. weiterhin eine sehr gute Marktposition in der PKV. Durch eine Teilverstaatlichung des Marktes aufgrund der drastischen Erhöhung der Versicherungspflichtgrenze zum 1. Januar 2003 wurde das Potenzial möglicher Neukunden jedoch stark eingeschränkt. Dies führte in den ersten Monaten des Jahres 2003 zu einem Rückgang des Neugeschäftes.
Die uniVersa Lebensversicherung a.G. erwartet in 2003 weiterhin einen Nachfrageschwerpunkt bei Renten-, Risiko- und Berufsunfähigkeitszusatzversicherungen. Die staatlich geförderte Zusatzversorgung wird - bei ausbleibender Beseitigung von Absatz- und Komplexitätshindernissen - erneut nur geringe Bedeutung haben. Das Neugeschäft der ersten Monate des Jahres 2003 liegt knapp unter dem des Vorjahres.
Im laufenden Geschäftsjahr sind die Aktivitäten der uniVersa Allgemeine Versicherung AG im in- und ausländischen Versicherungsgeschäft darauf ausgerichtet, ein deutlich verbessertes versicherungstechnisches Ergebnis zu erreichen.
Abschließend muss für alle drei Unternehmen festgestellt werden, dass eine nachhaltige Erholung der Kapitalmärkte derzeit noch nicht erkennbar ist. Bei anhaltend schwachem Zinsniveau ist ein Verharren der ordentlichen Erträge auf dem Niveau des Jahres 2002 zu erwarten.
Quelle: Pressemeldung uniVersa Lebensversicherung a.G.
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