Barmenia wächst deutlich stärker als die Branche
Wir konnten unsere Marktanteile in allen drei Unternehmen ausbauen," so Dr. h. c. Josef Beutelmann, Vorsitzender der Vorstände der Barmenia Versicherungen. Wesentlichen Anteil daran hatte erneut die Barmenia Krankenversicherung a. G. Ihre gebuchten Bruttobeiträge lagen auch 2007 deutlich über Marktniveau. Starke Zuwachsraten bei Riester- und Basisrenten sowie den selbstständigen Berufsunfähigkeitsversicherungen verzeichnete die Barmenia Lebensversicherung a. G. Die Barmenia Allgemeine Versicherungs AG konnte das Beitragsvolumen in der KFZ-Sparte um 10,5 Prozent steigern. Der Markt entwickelte sich hier im gleichen Zeitraum mit minus 1,8 Prozent rückläufig. Auch personell hob sich die Gruppe vom Markt ab. Entgegen dem Trend in der Branche konnte die Barmenia Gruppe sowohl ihre Mitarbeiterzahl im Innendienst als auch das Vertriebspotenzial steigern. Erneut bestätigt wurden die sehr guten und guten Unternehmensratings für alle drei Unternehmen der ASSEKURATA Assekuranz Rating-Agentur.
Die Gruppenaufwendungen für Versicherungsfälle betrugen am Jahresende 1.091,7 Mio. Euro. Der Bestand an Kapitalanlagen wuchs um 5,4 Prozent auf 7.384,1 Mio. Euro.
Barmenia Krankenversicherung a. G.
Im Berichtsjahr 2007 steigerten sich die Beitragseinnahmen der Barmenia Krankenversicherung a. G. auf 1.194,3 Mio. Euro. und wuchsen damit um 5,8 Prozent (Branche: + 2,5 Prozent). Im reinen Krankenversicherungsgeschäft kletterten sie um 6,3 Prozent auf 1.117,1 Mio. Euro. Der Anteil der Pflegepflichtversicherung an den gebuchten Beiträgen betrug 77,1 Mio. Euro. Der Versichertenbestand konnte im abgelaufenen Jahr mit einem Zuwachs von 115.016 Personen auf 1.124.123 Versicherte (+ 11,4 Prozent) ausgebaut werden. Die Zahl der Krankheitskosten-Vollversicherten wuchs um 1,1 Prozent auf 312.227. Die weiterhin positive Entwicklung im Bereich der Ergänzungsversicherungen kann wohl als Reaktion auf die Einschnitte des Gesetzgebers im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung gewertet werden. So veränderte sich das policierte Neugeschäft in der Teilversicherung ohne das Geschäft aus der Kooperation mit dem BKK Bundesverband um 22.432 auf 72.062 Personen. Der Boom hielt mit einer Steigerung von 45,2 Prozent somit unverändert an.
Die Aufwendungen für Versicherungsfälle, deren Zunahme im Jahr zuvor sehr hoch ausfiel, stiegen 2007 weniger stark. Sie erhöhten sich auf 828,5 Mio. Euro. (+ 6,1 Prozent). Die versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote lag bei 5,6 Prozent. Das Ergebnis vor Steuern belief sich auf 89,5 Mio. Euro. Der Rückstellung für erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung wurden 69,0 Mio. Euro zugeführt. Die Eigenkapitalquote blieb mit 17,5 Prozent auf einem unverändert hohen Niveau. Damit wurden die gesetzlich vorgegebenen Solvabilitätsvorgaben deutlich übererfüllt. Mit einer Überschussverwendungsquote in Höhe von 90,1 Prozent konnten die Versicherten auch 2007 deutlich über die gesetzlichen Anforderungen hinaus am Überschuss der Gesellschaft beteiligt werden.
Auch zukünftig setzt die Barmenia Krankenversicherung ihre Politik der Beitragsrückerstattung fort. So durften sich im Jahr 2007 fast 80.000 leistungsfrei gebliebene Versicherte über Barausschüttungen in Höhe von 32,4 Mio. Euro freuen. Je nach Anzahl leistungsfreier Jahre flossen dabei im Berichtsjahr bis zu drei Monatsbeiträge für die Kompakttarife an die Kunden zurück, in den Einzeltarifen bis zu sechs. Diese Maximalhöhen garantiert die Barmenia Krankenversicherung ihren kostenbewussten Kunden bis zum Jahr 2009.
Weiter kräftig entwickelte sich der Personenbestand in der Ergänzungsversicherung. Mit einem Anteil von 69 Prozent machten die Ergänzungsversicherungen den größten Anteil am Gesamtbestand aus. Sowohl der Barmenia-eigene als auch der unabhängige Vertrieb vermittelte erfolgreich Ergänzungsversicherungen. Einen wesentlichen Beitrag hierzu lieferte auch die Kooperation mit den BKK.
Im Rahmen des neuen GKV-WSG (GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz) wurden auch für Private Krankenversicherer Rabattverträge mit Arzneimittelanbietern möglich. So konnte die Barmenia Krankenversicherung bisher mit mehreren Unternehmen Rabattvereinbarungen treffen, von denen Barmenia-Kunden bereits heute profitieren. Das Arzneimittelmanagement ist eine Maßnahme aus dem Katalog des Barmenia Gesundheitsservice. Insgesamt konnten im Jahr 2007 Einsparungen erzielt werden, die sich positiv auf die Beitragsentwicklung in der privaten Krankenversicherung auswirken.
Barmenia Lebensversicherung a. G.
In der Lebensversicherung setzte sich der Trend zu langfristig ausgerichteten Vorsorgeverträgen fort. Hierzu trugen in der Rentenversicherung besonders die förderfähigen Produkte wie Riester- und Basisrente bei. Im Neugeschäft entwickelte sich die Barmenia Leben in allen Wachstumskennzahlen besser als der Markt. So legte das eingelöste Neugeschäft - gemessen am laufenden Jahresbeitrag - um 1,2 Prozent auf 18,8 Mio. Euro (Branche: - 2,0 Prozent) zu. Die gebuchten Bruttobeiträge erhöhten sich auf insgesamt 187,4 Mio. Euro (+ 1,9 Prozent). Die Branche verzeichnete hier lediglich einen Zuwachs von 0,4 Prozent. Der Bestand wuchs um 0,9 Prozent und belief sich zum Jahresende auf 246.780 Verträge mit einer versicherten Summe in Höhe von rund 6,9 Mrd. Euro (+ 7,3 Prozent, Branche: + 2,1 Prozent). Die Versicherungsleistungen reduzierten sich um 2,6 Prozent auf 209,3 Mio. Euro. Die Gesellschaft erwirtschaftete im Berichtsjahr einen Überschuss von 35,4 Mio. Euro. Von dem sich vor Direktgutschrift, Zuführung zur RfB und Einstellung in die Gewinnrücklagen ergebenden Überschuss wurden 91,2 Prozent zu Gunsten der Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer eingesetzt.
Barmenia Allgemeine Versicherungs-AG
Der Sach-/HUK-Versicherer der Gruppe, die Barmenia Allgemeine Versicherungs-AG, blickte 2007 auf sein 50-jähriges Jubiläum zurück. Im Berichtsjahr konnte die Allgemeine ihre Marktposition auch in einem von eingetrübten Geschäftsaussichten geprägten Markt stärken. So betrugen die Prämieneinnahmen zum Jahresende 93,9 Mio. Euro und lagen mit + 4,4 Prozent deutlich über denen des Marktes ( 0,4 Prozent). Unverändert blieb die Reihenfolge der drei größten Versicherungszweige: Die Kraftfahrtversicherung hatte einen Anteil an den Gesamtbeitragseinnahmen von 42 Prozent, gefolgt von der Unfallversicherung mit 27,0 Prozent. Auf die Haftpflichtversicherung entfielen 10,5 Prozent. Der Gesamt-Vertragsbestand wuchs um 11,6 Prozent auf 878.346 Verträge. Die Brutto-Aufwendungen für Versicherungsfälle sanken um 1,0 Prozent auf 53,9 Mio. Euro. Die Combined Ratio (kombinierte Schaden /Kostenquote, brutto) entwickelte sich mit 90,4 Prozent besser als die der Branche, die voraussichtlich bei 97 Prozent liegen wird. Der Jahresüberschuss erreichte 3,8 Mio. Euro.
Alle drei Unternehmen unterzogen sich im Berichtsjahr erneut der Bewertung der ASSEKURATA Assekuranz Rating-Agentur GmbH und konnten ihre Ergebnisse mit "sehr gut" (A+) für die Barmenia Krankenversicherung a. G., "gut" (A) für die Barmenia Lebensversicherung a. G. und "sehr gut" (A+) auch für die Barmenia Allgemeine Versicherungs AG bestätigen. Die Kunden können somit weiter auf die finanzielle Solidität und die Barmenia-Gruppe als attraktiven Partner vertrauen.
Als Fazit bemerkt Dr. Beutelmann: "Ich bin sehr stolz darauf, dass in unserer Gruppe nicht nur die Unternehmenszahlen so erfreulich sind, sondern auch die Auszeichnungen zum Kundenservice unser Unternehmensziel unterstreichen. Für die kommenden Jahre sehen wir uns gut aufgestellt."
Quelle: Pressemeldung Barmenia Krankenversicherung a. G.
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