Barmenia mit bestem Ergebnis der Geschichte

10.05.2007 | Wuppertal
Auch 2006 waren die Barmenia Versicherungen weiter auf dem richtigen Weg. "Wir hatten ein besonders erfolgreiches Jahr", urteilte Dr. h. c. Josef Beutelmann, Vorsitzender der Vorstände der Barmenia Versicherungen anlässlich der Vorstellung der Geschäftszahlen 2006 am heutigen Donnerstag in Düsseldorf.

"Motor dieser Entwicklung war eine Vertriebsleistung, die das beste Ergebnis in der Geschichte der Barmenia darstellt", so Beutelmann weiter. So spiegelte sich der positive Geschäftsverlauf bei den Beitragseinnahmen wider: Sie wuchsen mit einem Plus von 3,6 Prozent über dem Durchschnitt der Branche auf 1.402,1 Mio. Euro. Wesentlichen Anteil daran hatte erneut die Barmenia Krankenversicherung a. G., die 2006 ein Nettowachstum an vollversicherten Personen erzielte, das doppelt so hoch war wie im Vorjahr. Der Versichertenbestand des Krankenversicherers überschritt die Millionengrenze. Das gute Kundenecho, das hierin zum Ausdruck kommt, fand zusätzlich seine Bestätigung im Rating der Kölner ASSEKURATA Assekuranz-Rating-Agentur, die dem Krankenversicherer im Berichtsjahr das sehr gute Gesamtergebnis (A+) bereits zum vierten Mal in Folge attestierte. Auch der Lebensversicherer trug seinen Teil zur positiven Geschäftsentwicklung bei. Herausragend stellte sich der deutliche Bestandszuwachs an Versicherungssumme und die Resonanz auf die Produktinnovationen im Bereich der Berufsunfähigkeitsversicherung dar. Starker Wettbewerb prägte den Geschäftsverlauf bei der Barmenia Allgemeine. Umso bemerkenswerter ist es, dass das Absatzvolumen unter diesen erschwerten Bedingungen um rund 18 Prozent zunahm.

Die Gruppenaufwendungen für Versicherungsfälle betrugen am Jahresende 1.050,1 Mio. Euro. Der Bestand an Kapitalanlagen wuchs um 5,9 Prozent auf 7.007,0 Mio. Euro.

In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres stieg das Beitragsvolumen der Gruppe spartenübergreifend um 5,7 Prozent. Für den Konzern besonders erfreulich ist die gute Entwicklung im Bereich der Lebensversicherung.

Barmenia Krankenversicherung a. G.

Im Berichtsjahr 2006 steigerten sich die Beitragseinnahmen der Barmenia Krankenversicherung a. G. auf 1.128,3 Mio. Euro und wuchsen mit 5,0 Prozent mehr als doppelt so stark wie im Vorjahr (2,0 Prozent). Im reinen Krankenversicherungsgeschäft kletterten sie um 5,3 Prozent auf 1.050,3 Mio. Euro. Der Anteil der Pflegepflichtversicherung an den gebuchten Beiträgen betrug 77,9 Mio. Euro (+1,1 Prozent). Der Versichertenbestand konnte im abgelaufenen Jahr mit einem Zuwachs von 124.645 Personen auf 1.009.107 Versicherte (+14,1 Prozent) deutlich ausgebaut werden. Die Zahl der Krankheitskosten-Vollversicherten wuchs um 3,1 Prozent auf 308.743 und vermehrte sich damit doppelt so stark wie im Vorjahr.

"Die Menschen zeigten sich auf Grund der Debatte um die verschlechterten Perspektiven der PKV zwar stark verunsichert, wissen aber heute mehr denn je, die individuellen und innovativen Produkte der Branche zu schätzen", so Dr. h. c. Josef Beutelmann zur sehr guten Entwicklung. Ebenfalls kräftig stieg die Nachfrage nach privaten Ergänzungsversicherungen.

Das starke Bestandswachstum und der unverminderte Kostendruck im Gesundheitswesen ließen die Aufwendungen für Versicherungsfälle stärker ansteigen als im Vorjahr. Sie erhöhten sich auf 780,7 Mio. Euro. Die versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote lag bei 5,1 Prozent. Das Ergebnis vor Steuern belief sich auf 83,6 Mio. Euro. Der Rückstellung für erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung wurden 71,6 Mio. Euro zugeführt. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich unter Berücksichtigung einer Zuführung zu den Gewinnrücklagen in Höhe von 12,0 Mio. Euro auf 17,5 Prozent. Damit wurden die gesetzlich vorgegebenen Solvabilitätsvorgaben wieder einmal deutlich übererfüllt. Mit einer Überschussverwendungsquote in Höhe von 90,2 Prozent (Vorjahr 91,5 Prozent) konnten die Versicherten auch 2006 deutlich am Überschuss der Gesellschaft beteiligt werden.

Kontinuierlich setzt die Barmenia Krankenversicherung ihre Politik der Beitragsrückerstattung fort. So profitierten im Jahr 2006 mehr als 76.000 leistungsfrei gebliebene Versicherte, also rund 25 Prozent der Vollversicherten, von den Barausschüttungen in Höhe von 30,6 Mio. Euro. Je nach Anzahl leistungsfreier Jahre flossen dabei im Berichtsjahr bis zu drei Monatsbeiträge für die Kompakttarife an die Kunden zurück, in den Einzeltarifen bis zu sechs. Diese Maximalhöhen garantiert die Barmenia Krankenversicherung ihren kostenbewussten Kunden bis zum Jahr 2009.

Ebenfalls kräftig entwickelte sich der Personenbestand in der Ergänzungs¬versicherung. Mit einem Anteil von 65,5 Prozent machen die Ergänzungsver-sicherungen den größten Anteil am Gesamtbestand aus. Nicht nur der Barmenia-eigene und der Partner-Vertrieb vermittelten hier erfolgreich, sondern auch die vor Ort beratenden BKK und das BKK-Service-Center der Barmenia. Per 07.05.2007 sind 293.438 Personen in 421.686 Tarifen versichert.

Zukunftsweisend in der Branche ist der erste Vertrag der Barmenia Krankenversiche-rung a. G. für integrierte Versorgung. Seit Ende letzten Jahres besteht ein Kooperationsvertrag mit den Kliniken St. Antonius für Patienten mit der Indikation Hüft- und Kniegelenksersatz. Dr. Josef Beutelmann dazu: "Ich sehe die Integrierte Versorgung als Versorgungsform der Zukunft; eine Möglichkeit, die stetig ansteigenden Gesundheitsausgaben zu bremsen unter Beibehaltung der Behandlungsqualität."

Barmenia Lebensversicherung a. G.

2004 war für die Barmenia Lebensversicherung a. G. ein ungewöhnlich stürmisches Geschäftsjahr, dem erwartungsgemäß ein Rückgang des Neugeschäfts im Jahr 2005 folgte. Im abgelaufenen Jahr 2006 bewegte sich der Lebensversicherer wieder in stetigerem Fahrwasser. Vor allem in den Segmenten Renten- und Berufsunfähigkeitsversicherung zeigte sich ein erfreulicher Wachstumstrend. Hierzu haben im Bereich der Rentenversicherung die förderfähigen Produkte (Riester- und Basisrente) mehr als zuvor beigetragen. Auch die ehemals dominierende Einzelkapitalversicherung konnte, wenn auch auf deutlich niedrigerem Niveau, wieder spürbar zulegen. Der gesamte Neuzugang - bezogen auf die Produkte der Gruppe - lag im Vergleich zur Branche, mit Ausnahme des Neuzugangs gegen Einmalbeitrag, über den vorläufigen Marktwerten. So steigerte sich das eingelöste Neugeschäft - gemessen am laufenden Jahresbeitrag - auf 18,6 Mio. Euro. Das entspricht einer Steigerung von 41,5 Prozent. Positiv machte sich der gestiegene Absatz an selbstständigen Berufsunfähigkeitsversicherungen und Rentenversicherungen bemerkbar. Neben der Strukturverschiebung beim Absatz von Kapital-Lebensversicherungen hin zu staatlich geförderten Produkten und weniger beitragsstarken Vertragsarten zeigten sich die Auswirkungen aus dem Bereich Pensions-Sicherungs-Verein (PSVaG) und führten zu einer rückläufigen Beitragsentwicklung. So betrugen die gebuchten Bruttobeiträge insgesamt 183,8 Mio. Euro. Der Bestand wuchs um 0,6 Prozent und belief sich zum Jahresende auf 244.670 Verträge mit einer versicherten Summe in Höhe von rund 6,5 Mrd. Euro (+7,6 Prozent). Die Versicherungsleistungen reduzierten sich um 3,5 Prozent auf 214,9 Mio. Euro. Die Gesellschaft erwirtschaftete im Berichtsjahr einen Überschuss von 48,3 Mio. Euro (+9,3 Prozent). Von dem sich vor Direktgutschrift, Zuführung zur RfB und Einstellung in die Gewinnrücklagen ergebenden Überschuss wurden 92,7 Prozent zu Gunsten der Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer eingesetzt.

Barmenia Allgemeine Versicherungs-AG

Der Sach-/HUK-Versicherer der Gruppe, die Barmenia Allgemeine Versicherungs-AG, nahm in einem von starkem Wettbewerb geprägten Markt seine Chancen wahr. Das lässt sich vor allem an dem insgesamt deutlichen Wachstum des Neugeschäfts ablesen. Die Prämieneinnahmen betrugen zum Jahresende 89,9 Mio. Euro und entsprachen damit der allgemein rückläufigen Tendenz des Sach-/HUK-Marktes. Dass die gesamte Beitragseinnahme des Unternehmens geringer ausfiel als im Vorjahr, ist aber allein auf eine planmäßige Veränderung im Konsortialgeschäft zurückzuführen; das selbst generierte Geschäft wies demgegenüber einen deutlichen Beitragszuwachs auf. Unverändert blieb die Reihenfolge der drei größten Versicherungszweige: Die Kraftfahrtversicherung hat einen Anteil an den Gesamtbeitragseinnahmen von 39,7 Prozent, gefolgt von der Unfallversicherung, die auf 27,9 Prozent wuchs. Auf die Haftpflichtversicherung entfielen 10,8 Prozent. Der Gesamt-Vertragsbestand wuchs um 5,1 Prozent auf 786.965 Verträge. Die Brutto-Aufwendungen für Versicherungsfälle erhöhten sich um 2,7 Prozent auf 54,4 Mio. Euro. Die Combined Ratio (kombinierte Schaden/Kostenquote, brutto) lag bei 95,1 Prozent. Der Jahresüberschuss verbesserte sich auf 4,1 Mio. Euro.

Alle drei Unternehmen unterzogen sich im Berichtsjahr erneut der Bewertung der ASSEKURATA Assekuranz Rating-Agentur GmbH. Sie konnten ihre Ergebnisse mit "sehr gut" (A+) für die Barmenia Krankenversicherung a. G., "gut" (A) für die Barmenia Lebensversicherung a. G. und "sehr gut" (A+) auch für die Barmenia Allgemeine Versicherungs AG bestätigen. Somit stellt sich die Barmenia-Gruppe für ihre Kunden dauerhaft als finanziell solider und attraktiver Partner dar.

"Ich bin zuversichtlich, wir werden unsere Stellung im Markt auch 2007 weiter ausbauen", erklärte Dr. Josef Beutelmann anlässlich der Vorlage der Bilanzen für das Geschäftsjahr 2006 in Düsseldorf. "Die ersten vier Monate des neuen Jahres zeigen in der Leben und Allgemeine eine erfreuliche Entwicklung, wenn sich auch die veränderten Bedingungen in der Kranken-Vollversicherung schon jetzt bemerkbar machen. Nach unserer aktuellen Hochrechnung werden wir dennoch am Jahresende mit einer Beitragssteigerung von rund 4 Prozent rechnen dürfen. Damit lägen wir deutlich über den Erwartungen der Branche."

Der Gesundheitsreform steht Beutelmann nach wie vor kritisch gegenüber: "Mit der Reform lösen wir nicht die wirklichen Probleme unseres Gesundheitswesens. Für besonders problematisch halte ich die Tatsache, dass das System mit dieser Reform nicht demografiefester geworden ist. Eines ist allerdings klar: Diese Reform stellt den Einstieg in die Staatsmedizin dar!" Dennoch sieht er die Veränderungen als neue Chance: " Die gesetzlich Krankenversicherten werden es zukünftig mit einem deutlich abgespeckten Leistungskatalog zu tun haben. Um ihren gewohnten Standard halten zu können, werden dementsprechend eigenverantwortlich aktiv werden müssen."

Vertriebsseitig ist die Versicherungsgruppe auf Grund ihrer eigenen Außendienstorganisation und einer hohen Anzahl an produktiven Maklerverbindungen sehr gut aufgestellt. An der Servicequalität der Barmenia-Unternehmen will Beutelmann aber auch im Jahr 2007 weiter feilen. "Wir müssen unsere Unternehmen über unseren Service noch attraktiver machen und dürfen uns nicht auf den Lorbeeren ausruhen. Hier sind wir auf einem guten Weg. Das zeigen die positiven Bewertungen der Rating-Unternehmen und der Stiftung Warentest/FINANZtest."

Quelle: Pressemeldung Barmenia Krankenversicherung a. G.

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